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Prof. Dr. Annette Schavan: Mit Respekt begegnen und neugierig bleiben


16 April 2018 | By Zhang Hanyi | SISU

„Die Neugierde von Menschen schafft Neues; ihre Kreativität ermöglicht Innovationen. Werte und Grundhaltungen, die für den Zusammenhalt in einer Gesellschaft sorgen, stiften Identität und begründen Kulturen. So verschieden Gesellschaften des 21. Jahrhunderts auch sind, so werden wohl alle diesen Sätzen zustimmen können“, so Prof. Dr. Annette Schavan, Gastprofessorin der SISU. Sie hielt am 8. April auf dem Songjiang-Campus einen Vortrag über die Beziehungen zwischen Deutschland, EU und China.

Sie machte in ihrem Vortrag auf die kulturelle Vielfalt aufmerksam und hob aufgrund dessen die Notwendigkeit des zwischenstaatlichen Gespräches hervor. Und das Motiv zum Gespräch verwurzle sich in der Neugierde, die der Menschheit angeboren ist. Um das genauer darzulegen, ging sie auf die Geschichte der EU und auf die Beziehung zwischen Deutschland und China ein.

Mit dem Abschluss der Römischen Verträge wurde 1957 die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft sowie die Europäische Atomgemeinschaft ins Leben gerufen, die Vorläufer für die heutige EU sind. In den 50er Jahren waren nur sechs Länder daran beteiligt, aber heutzutage hat die EU schon 27 Mitgliedstaaten, die durch unterschiedliche Traditionen, Sprachen bzw. Kulturen gekennzeichnet sind. Die kulturelle Divergenz ist eine Herausforderung, aber zugleich auch eine Chance für die EU-Vertiefung und -Erweiterung.

In Bezug auf die deutsch-chinesische Beziehung vertrat sie die Meinung, dass die Zusammenarbeit gestärkt werden müsse, denn „in der globalen Welt sind wir mehr aufeinander angewiesen als je zuvor.“ Als Deutsche hat sie persönlich großes Interesse an den Gedanken der jungen Chinesen Menschen. Zugleich hat sie auch ein zunehmendes Interesse der Chinesen an Deutschland verzeichnen können. In diesem Zusammenhang nannte sie die Flüchtlingskrise als Beispiel.

„Europa ist ein Kontinent der Vielfalt und der Toleranz. Genau diese Erfahrung mit Vielfalt hilft jetzt, wenn Menschen aus Kulturen außerhalb Europas zu uns kommen.“ Frau Schavan äußerte sich dazu positiv und glaubte, dass die Flüchtlinge einen Anstoß geben würden, dass man sich mit der eigenen Identität und Kultur auseinandersetzt.

„Intellektuelle Neugierde und die gemeinsame Verantwortung für die Zukunft verbinden uns. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass die privilegierte Partnerschaft zwischen der Volksrepublik China und Deutschland Zukunft hat und gestärkt werden kann“, so Prof. Dr. Annette Schavan.

(Verfasserin: Masterstudentin der Germanistischen Fakultät; Korrektur: C. H. Y.)

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