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Interkultureller Workshop


27 September 2018 | By Mai Anqi | SISU

Ich trinke zum Frühstück schon meine erste Flasche Bier am Tag. Ich fahre einen Volkswagen. Ich spiele gerne Fußball. Woher komme ich?“ „Aus Deutschland.“ Aber stimmt es wirklich? Nein, nicht unbedingt. Wir sollten halt auf Grund von den genannten stereotypen Merkmalen erraten, woher der Erzählende kommt, aber das Land muss nicht unbedingt sein Heimatland sein. Damit hat der interkulturelle Workshop angefangen.

Dieser Workshop wurde an einem Samstag veranstaltet und hat den ganzen Tag gedauert. Ungefähr 15 Studenten haben daran teilgenommen und die meisten kamen aus Syrien und Afrika. Meine Freundin und ich waren die einzigen Asiatinnen bzw. Chinesinnen. Ich war ganz darauf neugierig und gespannt, eine andere Kultur, die ich gar nicht kannte, mehr verstehen zu können.

Im Kurs diskutierten wir über Missverständnisse. Wir haben unsere eigenen Geschichten davon erzählt, die uns in Deutschland begegnet sind. Zum Beispiel wurde eine Studentin aus dem Senegal einmal im Laden als Diebin betrachtet, obwohl sie nichts getan hatte. Eine Studentin aus Gambia wurde mehrmals gefragt, ob sie Computer und Smartphones zu Hause habe oder ob sie obdachlos sei.

Dann diskutierten und analysierten wir, wie diese Missverständnisse entstanden sind und wie man sie vermeiden kann. Wir fühlen uns beispielsweise fremd und distanziert in einem anderen Land, weil wir oft nicht genug Vorkenntnisse über das Land haben. Und wir erwarten in dem fremden Land oft dieselben Reaktionen wie in unserem Heimatland. Aber das ist in einer anderen Kultur wohl nicht recht, da es unterschiedliche Wertvorstellungen und Normen gibt.

Zuletzt sollte jeder Teilnehmer von den drei wichtigsten Prioritäten seines Landes erzählen. Zum Beispiel hat die Lehrerin uns gesagt, dass es einem in Deutschland viel an der Korrektheit, Sicherheit und Selbstständigkeit liegt. Ein Syrier schätzt aber die Familie, Religion und Kultur am meisten. Als meine Freundin und ich diskutiert haben, waren wir uns eigentlich nicht ganz sicher darüber, weil China so groß ist und wir nicht alle Chinesen repräsentieren können. Trotzdem haben wir uns geeinigt, dass die Höflichkeit, Familie und Bescheidenheit eine wichtige Rolle in unserem Leben spielen.

Dieser Kurs hat uns eine Möglichkeit gegeben, die anderen Kulturen kennen zu lernen. Nur wenn wir mehr von anderen Kulturen erfahren haben, können die Missverständnisse wohl abgebaut werden.

(Verfasserin: Germanistikstudentin des 4. Jahrgangs und gegenwärtig als Austauschstudentin an der Universität Heidelberg; Korrektur: C. H. Y. & G. O.)

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