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Das Blockseminar „Kultur und Kulturintegration“ an der SISU erfolgreich abgehalten


15 October 2018 | By Zhao Jie | SISU

  • Prof. Breytenbach erzählt von der Bibel

  • Germanistikstudierende im Kurs

Das Blockseminar „Kultur und Kulturintegration“ informierte vor allem über die Religion Christentum und eröffnete uns dadurch eine neue Tür zum Verstehen der Kultur Deutschlands.

In diesem Kurs erfuhren wir von der Herkunft der Monatsnamen sowie der Wochentage und der gesetzlichen Feiertage Deutschlands. Außerdem wurde auch erklärt, warum Sonntag in Deutschland ein Ruhetag ist. Außerdem wurden ganz ausführlich die religiösen Feiertage wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten vorgestellt, daneben auch Bibel und die gegenwärtige Situation des Christentums in Deutschland.

Ich bin tief davon beeindruckt, dass in Deutschland so viele gesetzliche Feiertage einen religiösen, und zwar christlichen Hintergrund haben. Im Gegensatz dazu stehen in China fast keine gesetzlichen Festtage, die im Zusammenhang mit irgendeiner Religion haben. Deshalb ist es erforderlich, die Religion Christentum zuerst aufzugreifen, wenn man die Kultur Deutschlands besser verstehen will.  

Bevor ich an diesem Blockseminar teilnahm, hatte ich weniger Ahnung vom Christentum. Nach dem Mitmachen im Seminar ist Christentum für mich nicht mehr ein fremder und unbegreiflicher Begriff. Jetzt kenne ich z.B. viele religiöse Feste in Deutschland wie Karfreitag, Pfingsten, Himmelfahrt, Dreikönigstag und Ostern.

Als ich in Deutschland war, fand ich es merkwürdig, dass am Sonntag auf der Straße so wenig los ist, während es an diesem Tag in China fast überall ganz lebendig ist, insbesondere in den Geschäften. Durch das Blockseminar habe ich verstanden, dass Sonntagsruhe in Deutschland sowohl auf den Gottesdienst als auch auf die Arbeiterbewegung in der Geschichte zurückgeht.

Im Kurs wird zum Nachdenken angeregt, ob Ostern ein Frühlingsfest oder ein religiöses Fest ist. Einerseits feiert man ursprünglich Ostern wegen der Auferstehung Christi. Aus dieser Perspektive zählt Ostern zu religiösen Festen. Andererseits fällt Ostern in der Westkirche auf den ersten Montag nach dem Frühlingsvollmond. Dann kommt der Frühling langsam und das Wetter wird wärmer. In diesem Sinne ist Ostern wie das Symbol für Frühling. Auch wegen der Osterhasen und Ostereier herrscht an diesem Fest viel Freude. Deswegen ist es nicht unverständlich, wenn man Ostern für ein Frühlingsfest hält.

Während der Erzählung von Weihnachten wurde das Krippenspiel hervorgehoben. Auf dem Weihnachtsmarkt in Deutschland hat meine Tandempartnerin mir mitgeteilt, dass das Krippenspiel ein ganz wichtiges Teil von Weihnachten ist. Damals hatte ich wenig Verständnis gezeigt, da ich die Figuren in dem Spiel nicht kannte. Jetzt weiß ich, dass es sich beim Krippenspiel um die Darstellung von der Geburt von Christus handelt. Das Spiel gibt es nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt, sondern es wird auch meist an Heiligabend in der Kirche aufgeführt, um der Geburt von Christus zu gedenken.

Es ist im Kurs in Anlehnung von Statistiken anschaulich zum Ausdruck gebracht worden, dass in Deutschland die meisten Christen die Zugehörigkeit von der katholischen und evangelischen Kirche haben, gefolgt von der orthodoxen Kirche. Neben ihnen gibt es auch andere christliche Gemeinschaften, von denen ich vorher gar nichts wusste.

Darüber hinaus finde ich das Phänomen interessant, dass in Deutschland immer weniger Christen am Sonntag am Gottesdienst teilnehmen. Nur an wichtigen Festen wie an Heiligabend sind in der Kirche besonders viele Christen, die sich am Gottesdienst beteiligen. Ich frage mich, ob sich die Christen in der Gegenwart weniger mit der Religion verbunden fühlen als früher.

Ich finde es sinnvoll, dass die Passion Christi auch im Kurs vorgestellt wurde. Durch den Lebenslauf von Christus haben wir als Nicht-Christen mehr Mitgefühl mit ihm.

Im Kurs wurde auch über den Begriff „Religion“ diskutiert. Dieser Begriff ist nicht leicht zu verstehen, denn es gibt verschiedene Definitionen dafür. Durch die Erläuterung im Kurs ist Religion für mich etwas Subjektives, Emotionales und Individualisierendes.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Blockseminar viel Neues über die Kultur in Deutschland vermittelte. Wir haben nun eine neue Perspektive, wenn wir uns später mit der deutschen Kultur befassen.

(Verfasserin: Masterstudentin der Germanistischen Fakultät; Korrektur: Prof. Schieder & Prof. Breytenbach)

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