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Die Dörfer innerhalb der Stadt Guangzhou


06 May 2022 | By Chen Wanqing | SISU

 Im Werbevideo über die Stad Guangzhou sieht man immer den Guangzhouer Turm, das bekannteste Wahrzeichen der Stadt und die umgebenden Wolkenkratzer. Die Hochhäuser prägen das Stadtbild von Guangzhou, aber als Guangzhouer weiß ich genau, dass es innerhalb der Stadt noch viele alte Dörfer gibt, die einen starken Kontrast zu diesem modernen Stadtbild bilden.

In den letzten Jahrzehnten hat Guangzhou ein rasantes Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum erlebt. Im Prozess der Verstädterung sind die Dörfer, die am Rand der Stadt liegen, ein Teil der erweiterten Stadt geworden. Die Grenze zwischen Stadt und Land ist nicht mehr deutlich zu erkennen. Obwohl diese Dörfer eine günstige Unterkunft für viele Arbeitnehmende und –suchende aus den ländlichen Gebieten oder anderen Städten bieten, sind die Probleme, die sie mit sich gebracht haben, nicht zu übersehen.

Diese Dörfer sind meist dicht besiedelt und überfüllt mit den sogenannten „Händedruck-Gebäuden“, die so eng nebeneinander sind, dass man das Gefühl hat, seinem Nachbarn im Haus gegenüber direkt die Hand geben zu können. In den Dörfern ist es dunkel und verschmutzt, da es noch nicht ganz geklärt ist, wer diese Gebäude verwalten soll. Weder die Dörfer, in deren Besitz sich der Boden befindet, noch die Immobilienfirmen, die diese Häuser gebaut haben, kümmern sich darum. Das Interesse lässt sich schwer auszugleichen.

Seit Jahren hat sich die Stadtregierung mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt. Wie die Bewohner kompensiert und untergebracht werden, wie der Umbau finanziell und politisch unterstützt wird und wie die Bodennutzung mit der nachhaltigen Stadtentwicklung konform geht, kommen in Betracht. Da diese Dörfer meistens auf eine lange Geschichte zurückblicken, ist es wichtig, ihre eigenartige Tradition und Kultur zu pflegen.

Ein Beispiel dafür ist das Dorf Huangpu, ein Zeuge der alten maritimen Seidenstraße. Bei der Renovierung wurden nur einige Gebäude abgerissen, statt das Dorf komplett neu zu bauen. Daneben wurden die Gebäude renoviert und die Infrastruktur verbessert. Aufgrund der verbesserten Bedingungen zieht es zahlreiche Touristen an, was das Wirtschaftswachstum fördert. Trotzdem macht man sich auch Sorgen darum, dass die Kommerzialisierung der traditionellen Kultur schadet. Man muss immer genau überlegen, wie man das Gleichgewicht zwischen dem Schutz und der Entwicklung halten kann.

Die Stadtplanung ist ein kompliziertes Thema. Über die städtischen Dörfer ist noch viel zu diskutieren. Die Guangzhouer sind stolz auf ihre kulturelle Pluralität. Hoffentlich kann der Geist der Stadt im Verlauf der Entwicklung erhalten werden.

(Verfasserin: Germanistikstudentin des 3. Jahrgangs; Korrektur: C. H. Y. & S. R.)

 

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