Prof. Dr. Shen Yubing
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Entsprechendes Lesen
Prof. Dr. Shen Yubing: Von Cezanne bis Picasso - die Wiedererkennung der modernen Kunst
29 April 2015 | By Zhang Xiaochen | SISU
Herr Prof. Dr. Shen Yubing, Professor der Universität Zhejiang, hielt am 24. April auf dem Songjiang-Campus der SISU einen Vortrag mit dem Titel „Von Cezanne bis Picasso - die Wiedererkennung der modernen Kunst“. „Im Gegensatz zu Vorträgen, die für eine breite Öffentlichkeit gehalten werden,“ äußerte Prof. Shen, „müssen die akademischen Vorträge nicht nur ‚ein Ding‘ aufzeigen, sondern auch ‚die Ursachen‘ erklären, die die Zuhörer zum Denken anregen.“
Prof. Shen setzt sich seit langem für die Übersetzung und Forschung der westlichen modernen Kunst- und Kritikgeschichte ein und ist jetzt verantwortlich für ein Forschungsprojekt des Nationalen Fonds für Sozialwissenschaften mit dem Titel „Übersetzung und Forschung der westlichen zeitgenössischen Kunsttheorie“. Die Forschungsgruppe hat inzwischen viele kunsttheoretische Werke übersetzt, wie z. B. „Kunstkritik im 20. Jahrhundert“ und „Kant nach Duchamp“.
Der Vortrag begann mit einem berühmten Bild von Cezanne, dem La Compotier. Bei diesem Bild könne man entdecken, dass es nicht strikt dem Prinzip der „Perspektive“ entspräche. Herr Prof. Shen wies darauf hin, dass Cezanne in diesem Bild die sogenannte „Verwandlung“ benutze. Das heißt, dass die gemalten Objekte zwar nicht den realen Objekten ähnelten, aber dadurch umso schöner und harmonischer seien.
Seit der Renaissance gilt die Zentralperspektive als maßgebende Technik für Maler. Das Malen wird als ein Fenster der Realität betrachtet, und der Maler strebt nach dem vollkommenen Abbilden der Objekte. Vor diesem Hintergrund ist die sogenannte „falsche Perspektive“ von Cezanne ein wichtiger und revolutionärer Fortschritt in der Kunstgeschichte, mit dem sich das Malen von den Fesseln der Realität befreit. Danach entdeckt Picasso, der Cezanne als „Vater der modernen Kunst“ bezeichnete, die weiteren Möglichkeiten der modernen Kunst. Mit dem Kubismus wird dann versucht, nicht mehr die reine Realität abzubilden, wodurch eine neue Denkordnung in der Malerei geschaffen wurde.
Zum Schluss gab Herr Prof. Shen auch ausführliche Antworten zu den von den StudentInnen gestellten Fragen. In diesem allgemein verständlichen Vortrag mangelte es dennoch nicht an Tiefe und Professionalität. Deswegen fand der Vortrag ein ausgezeichnetes Echo unter den StudentInnen.
(Die Verfasserin studiert jetzt im dritten Jahrgang an der deutschen Fakultät der SISU.)
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